Seine kommunistisch geprägten Polit-Chansons durften zeitweise nicht im Radio gespielt werden, dennoch würdigte Frankreichs Präsident Sarkozy Jean Ferrat jetzt als einen der wichtigsten Sänger des Landes. Ferrat ist im Alter von 79 Jahren verstorben.
Die erste Etappe ist geschafft: Dachstuhl ist repariert und die Nordseite des Daches nach allen Regeln der handwerklichen Dachdeckerkunst fertiggestellt. Jetzt warten wir auf die Lieferung der 80m2 Solarpanels für die Südhälfte des Daches und der Ondulatoren (Stromumwandler). Der Photovoltaïk-Boom in Frankreich hat dazu geführt, dass zur Zeit offenbar für gewisse Materialien Lieferengpässe entstanden sind.
Mein alter Fotoapparat hat den Geist aufgegeben. Über amazone.fr habe ich einen neuen gepostet. Natürlich nur so ein einfaches Rentnermodell pour les nuls in Sachen Fotografie. Aber immerhin, jetzt kann ich sogar zoomen.... Hier meine ersten Umgebungsföteli:
Kantabrien liegt am Golf von Biskaya, an der Nordküste Spaniens. Wir machen Halt in Castro-Urdiales, einem kleinen spanischen Städchen. Hier sind die Spanier noch unter sich. Es gibt kaum Hotels, dafür viele Bars mit von Tapas überfüllten Tresen, vino tinto, Motorräder, Kinderwagen... Das Leben spielt sich auch im November draussen ab, an der Strandmeile, in den engen Gassen vor den Bars, in Hinterhöfen, am Hafen.... Südländische, spanische Lebensqualität!
In Biarritz treffen sich die Surfer und die Rentner dieser Welt. Die Surfer, weil es immer so gigantische Wellen hat und die Rentner, weil der Golfstrom dafür sorgt, dass es auch im Winter angenehm warm ist (zur Zeit 20 Grad). Wir gehören zu keiner der beiden Kategorien aber wir wollen hin und wieder das Meer sehen...
Der 11. November ist in Frankreich ein Feiertag. In jeder Gemeinde werden in Gedenken an den Waffenstillstand 1918, der den verlustreichen 1. Weltkrieg beendete, Blumen und Kränze niedergelegt. In jeder noch so kleinen Gemeinde Frankreichs steht auf dem Dorfplatz ein Gedenkstein mit den Namen derer, die im ersten Weltkrieg umgekommen sind: Mort pour la France.
Nicht weniger als 1,4 Millionen Tote, vor allem junge Männer, hatte Frankreich damals zu beklagen. In vielen Dörfern lebten danach nur noch alte Leute, Frauen und wenige Kinder. Es gibt auch Dörfer, die sich danach nie mehr richtig erholt haben, obschon später eine eigentliche Einwanderungsbewegung aus dem Ausland (auch aus der Schweiz), eingesetzt hat. Der heute noch existierende Auslandschweizerverein in der Gascogne stammt aus dieser Zeit.
Bei uns in Traversères (65 Einwohner) hat der Maire Jean-Michel Liares in einer kurzen Rede auf dem Dorfplatz der Toten gedacht: "la mémoire se transmet, l'espoir se donne".
Im salle de fêtes wurde anschliessend der Gemeindebevölkerung ein Ehrenwein kredenzt.
Unsere seit langem gehegten Pläne (Photovoltaique), auf La Oueyte selber Sonnenenergie zu erzeugen, nehmen langsam Gestalt an. Vor kurzem haben wir die Baubewilligung erhalten, ein altes Stalldach mit Solarzellen auszurüsten.
Jetzt laufen die Verhandlungen mit der EDF (Électricité de France) um einen Vertragsabschluss, die gewonnene Energie in ihr Netz einspeisen zu dürfen. Vorgesehen ist zu einem Energiepreis von rund 0.60 €|kWh (mit Teuerungsindex) während 20 Jahren Solarenergie von diesem Dach liefern zu können.
Als erstes muss ich nun Gräben machen: die Stromversorgung auf dem Hof soll künftig über unterirdische Kabel erfolgen. Dabei müssen auch die Stromzähler (Ein- und Ausgang) verlegt werden.
Anschliessend müssen wir die noch intakten Rundziegel sorgfältig entfernen (sie werden fü die Nordseite des Daches wieder gebraucht) und anschliessend den alten Dachstuhl reparieren.
Die Photovoltaik-Panel liefert uns die ortsansässige kleine Firma www.wattsoleil.fr
Wir hoffen, etwa in einem halben Jahr erste erneuerbare Energie liefern zu können, um den Atomstromstaat Frankreich etwas umweltbewusster zu machen...
Wir werden weiter darüber berichten.