2010-03-18

Kaderli und das Image des Kantons Bern

Von RB @ 14:24 [ Politik ]
Wir sind im Wahlstress. Letzten Sonntag Regionalwahlen, erster Wahlgang hier im Midi-Pyrénées, nächsten Sonntag zweiter Wahlgang. Die rotgrüne Mehrheit auf Regionsebene scheint sicher.
Am Sonntag in einer Woche Regierungs- und Grossratswahlen im Kanton Bern. Auch hier hat sich die rotgrüne Regierungsmehrheit bewährt und sollte bestätigt werden. Im Bernischen Grossen Rat sind die rot-grünen Kräfte leider immer noch in der Minderheit. Mit Kaderlis Abgang verliert das Parlament allerdings jetzt eine wichtige Stütze... Hören

Meine ganz persönliche Wahlempfehlung finden Sie hier!

Am meisten fehlen wird mir und vielen anderen in der neuen Amtsdauer Heinz Däpp!

2010-03-14

Der Gang an die Urne

Von RB @ 14:59 [ Politik ]
Heute sind zwischen 8 und 18 Uhr die Urnen für den ersten Wahlgang der Regionalwahlen offen. Ehrensache, dass auch "les Suisses" daran teilnehmen. Nächsten Sonntag erfolgt der zweite Wahlgang. Wir hoffen auf eine deutliche rot-grüne Mehrheit...
Kumulieren und panaschieren ist nicht erlaubt. Dafür ist die Plakatierung detailliert geregelt: Die acht konkurrierenden Listen dürfen je ein Plakat auf der gemeindeigenen Plakatwand aufhängen, mehr ist nicht erlaubt!





Stand 21:30 Uhr:
Régionales : large avance de la gauche au premier tour
Au plan national, le Parti socialiste totaliserait 30 % des voix, l'UMP 26,7 %, Europe Ecologie 12,3 % et le Front national 12 %, selon des estimations nationales de l'institut TNS-Sofres/Logica pour Le Monde, France Inter, France 2 et Le Point. En Poitou-Charentes, Rhône-Alpes, et Languedoc-Roussillon, la gauche serait largement en tête. (Le Monde)

Niveau Departement Gers:
La tête de liste socialiste y remporte 42, 71 % des suffrages. Il est suivi par la liste UMP emmenée par Brigitte Barèges, qui remporte 22, 94 % des voix.
Europe écologie compte 11, 68 % des votes. Immédiatement derrière lui arrivent le Front National et Frédéric Cabrolier (8, 39 %), le Front de Gauche de Christian Picquet (6, 53 %), Arnaud Lafon pour le Modem (4, 12 %), le NPA conduit par Myriam Martin (2, 84 %) et enfin, Lutte Ouvrière avec Sandra Torromacha (0, 79 %).
53, 49 % des électeurs inscrits dans le Gers se sont exprimés.

Gemeinde Traversères:

Stimmbeteiligung 65.1%

Partei/ Stimmen/ %
PS /12/ 31,6
Ecolo/ 10 /26,3
UMP/ 7/ 18,4
FN/ 6/ 15,8
MODEM/ 3/ 7,9


Das sieht alles sehr gut aus für den zweiten Wahlgang: Klare rot-grüne Mehrheit in unserer Region und wahrscheinlich in sämtlichen Regionen Frankreichs!

2010-03-11

1:12 Gemeinsam für gerechte Löhne

Von RB @ 13:32 [ Politik ]
Ich habe in den Medien die laufende Diskussion im Nationalrat um die sogenannte Abzockerinitiative (Minder-Initiative) verfolgt und freue mich darüber, dass nun endlich etwas gegen die masslosen, unanständigen, geldgierigen, gesellschaftsschädigenden und nimmersatten Ospels, Vasellas und Konsorten unternommen werden soll.
Letztlich geht es um die Frage, wieviel ein Mann (Frauen verdienen ja immer noch viel weniger) schlussendlich verdienen darf. Früher galt das Gehalt eines Bundesrats (meines Wissens heute ca. 430'000 sfr. brutto) als eine Art Obergrenze, an der sich auch die Privatwirtschaft orientierte. Inzwischen verdient offenbar jeder halbwegs "normale" Bankmanager oder Pharmachef ein vielfaches davon, selbst wenn er mitgeholfen, hat sein Institut in den Ruin zu führen (Vasella > 40 Mio sfr. pro Jahr!)
Dieses Abzockertum ist staatszersetzend in einer Zeit, in der viele nicht mehr von ihrem Hungerlohn leben können! Die Schere zwischen höchsten und tiefsten Gehältern muss endlich wieder in ein vernünftiges Verhältnis gebracht werden.
Ich hab mit Überzeugung die Volksinitiative der Jusos unterschrieben, die die Unterschiede zwischen höchsten und tiefsten Gehälter wieder auf ein erträgliches Mass beschränken will:
Das Verhältnis vom tiefsten zum höchsten Lohn soll künftig auf 1:12 beschränkt werden. Im Gegensatz zu Frankreich gibt es ja bekanntlich in der Schweiz immer noch keinen gesetzlich festgelegten Mindestlohn!
Dafür gibt es in der Schweiz 4000 Einkommensmillionäre! Darunter auch sehr bekannte Schlitzohren... Hören Sie selbst!

Ich kann allen nur empfehlen die Initiative 1:12 zu unterschreiben!



2010-03-10

Regionalwahlen: Midi-Pyrénées

Von RB @ 10:09 [ Politik ]
Gestern ist bei uns das Wahlmaterial eingetroffen: einerseits das für die Regionalwahlen Midi-Pyrénées vom 14. März und andererseits die Unterlagen für die Gross- und Regierungsratswahlen im Kanton Bern vom 28. März. Hüben und drüben viel Papier mit vielen mehr oder weniger intelligenten Sprüchen, Versprechungen und Behauptungen.

Die Region Midi-Pyrenée umfasst 8 Departemente. Zu wählen sind 97 Regionalräte.

Midi-Pyrénées ist flächenmässig etwas grösser als die Schweiz, zählt aber wesentlich weniger Einwohner (knapp 3 Millionen).
An den Wahlen hier beteiliegen sich 8 verschiedene Gruppierungen, die jeweils nach ihrem Spitzenkandidaten (tète de liste) benannt werden. Die Parteienbezeichnungen treten eher in den Hintergrund, es sollen Köpfe gewählt werden...

Unbestrittener Favorit und amtierender Regionalpräsident ist Martin Malvy von den Sozialisten.
Das auf nationaler Ebene regierende Parteienbündnis UMP hat (zum Glück) in unserer Region und unserem Departement keine Mehrheit.
Im Aufwind sind seit den erfolgreichen Europawahlen die Grünen, die unter dem Label Europe Ecologie antreten.
Daneben gibt es eine Front de Gauche mit den Kommunisten, die antikapitalistische NPA, die Mittepartei MODEM, die Lutte ouvrière LO und den rechtsextremen Front national FN (vergleichbar mit der schweizerischen SVP).

Ich werde selbstverständlich grün wählen ("Grün wählen statt schwarz malen!") und mithelfen, dass unsere Region eine rot-grüne Mehrheit bekommt!



2010-03-09

Régionales

Von RB @ 11:13 [ Politik ]
Nächsten Sonntag finden in Frankreich die Regionalwahlen statt. Gewählt wir auf der Ebene Region bisher alle 6 Jahre, neu alle 4 Jahre. Es sind Proporzwahlen mit einer "prime majoritaire" : Erreicht eine Partei im ersten Wahlgang das absolute Mehr (>50%), erhält sie vorab einen Viertel der Sitze im Regionalrat, die übrigen Sitze werden proportional auf die Parteien mit einem Wähleranteil von mindestens fünf Prozent verteilt. Erreicht keine Partei im ersten Wahlgang das absolute Mehr, findet eine Woche später ein zweiter Wahlgang statt. Beteiligen dürfen sich daran alle Parteien die einen Wähleranteil von mindestens 10% erreicht haben, die anderen können (wenn sie wollen) mit den grösseren Gruppierungen fusionieren.

Gewählt wird in Frankreich in insgesamt 26 Regionen (inkl. 4 régions outre mer). Bei den letzten Regionalwahlen 2004 haben fast alle Regionen eine linke Mehrheit gewählt. Weil Regionalwahlen jeweils ein eigentlicher Popularitätstest für die nationale Regierung sind, werden auch bei den Wahlen am nächsten und übernächsten Sonntag rot-grüne Merheiten erwartet. Die Französinnen und Franzosen sind mit der rechten Regierung Sarkozy zur Zeit sehr unzufrieden.




Der Wahlkampf hat bisher keine grossen Wellen geworfen und ist vergleichbar mit Kantonalwahlen in der Schweiz (allerdings ohne die doofe wilde Plakatierung). Es wird befürchtet, dass die Wahlbeteiligung am Sonntag zum ersten mal die kritische Grenze von 50% unterschreiten könnte!


(le monde)

2010-02-23

The End of Switzerland

Von RB @ 10:19 [ Politik ]
Nicht gerade lustig, was Newsweek hier über unser Land verbreitet: Lesen Sie selbst!

Hand aufs Herz, eingebrockt hat uns das weltweit schlechte Image und das zunehmende Unverständnis der Völkergemeinschaft eine fremdenfeindliche Bundesratspartei mit ihrem hässlichen, milliardenschweren Oberpopulisten. Wer immer noch SVP wählt ist selber schuld!

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte...

Letzte Woche widmete uns auch die österreichische Tageszeitung «Kurier» eine Doppelseite mit dem martialischen Titel «Die Schweiz im Kreuzfeuer». Dort heisst es: «Schwere Zeiten: Minarett-Verbot, Ausländerfeindlichkeit, Schwarzgeldkonten - die Eidgenossen sorgen international für Unmut.» Das brutale Fazit: «Die Schweiz ist eine skurrile Insel, die mit einem grauslichen Bukett von Problemen kämpft und dessen Strahlemann-Image verblasst ist.» Der Autor wirft der Schweiz «Islamfeindlichkeit» vor. Im Artikel suchte man vergeblich nach etwas Positivem. (Der Bund)

2010-02-22

Smartvote

Von RB @ 08:55 [ Politik ]
Als französisch-schweizerische Doppelbürger sind wir in diesem Frühjahr in einem richtigen Wahlstress. Im Kanton Bern finden am 28. März Regierungs- und Grossratswahlen statt. In Frankreich sind es am 14. März die Regionalwahlen.
Um wirklich die richtigen Leute zu wählen steht in der Schweiz mit www.smartvote.ch seit einiger Zeit ein interessantes Instrument zur Verfügung, das die eigenen politischen Überzeugungen mit denen der Kandidierenden vergleicht. Zu diesem Zweck muss man selbstverständlich selber einen mehr oder weniger detaillierten Fragebogen zu verschiedenen politischen Fragen ausfüllen. Daraus resultiert postwendend eine Reihenfolge der Kandidierenden mit der höchsten Übereinstimmungsquote. Für mich sind im Wahlkreis Biel - Seeland demnach folgende Kandidatinnen und Kandidaten wählbar:




Kommentar: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm... oder Grün wählen statt schwarz und braun malen!

2010-02-21

FOOD, INC.

Von RB @ 09:27 [ Politik ]
Dieser Film: "FOOD, INC." ist als bester Dokumentarfilm für den Oscar nominiert. Zu recht, meine ich!
Sehen Sie selbst: www.foodincmovie.com



2010-02-06

SF1 Arena

Von RB @ 09:53 [ Politik ]
Ich habe gestern abend wieder mal die Politsendung Arena im Schweizer Fernsehen geschaut. Ich will ja nicht auf Schadenfreude machen, aber es war schon erstaunlich, wie sich fast die ganze schweizerische Politprominenz drehen und wenden musste, angesichts der klaren und verständlichen Argumente des ehemaligen deutschen Finanzministers Hans Eichel zu dem leidigen Schweizer Bankgeheimnis.
In den letzten dreissig Jahren gab es im CH-Parlament Dutzende von Vorstössen und Anträgen von linker und grüner Seite (u.a. auch von mir...) doch endlich das unhaltbare, für alle Rechtsstaaten der Welt perfide und die Steuerkriminalität fördernde Bankgeheimnis aufzuheben! Ich weiss noch allzu gut, wie wir jeweils von den rechtsbürgerlichen Villigers, Blochers und Co. regelrecht verhöhnt, zurechtgewiesen und natürlich immer klar überstimmt worden waren, wenn es um die heilige Kuh Bankgeheimnis ging! Und jetzt?
Es ist fast nur noch tragisch-komisch, wie sich ein FDP-Schneider-Ammann windet und dreht, von schweizerischer Freiheitsliebe spricht und damit das Recht einiger Superreichen meint, dem Staat Steuern vorenthalten zu dürfen....
Oder die grimmig-überheblichen ewiggestrigen SVPler Kaufmann und Köppel, die am liebsten mit Deutschland einen richtigen Krieg anzetteln würden, nur um zu verhindern, dass Steuerkriminelle öffentlich zur Rechenschaft gezogen werden!
Natürlich ist es nicht schön, wenn das Ausland gestohlene Daten kaufen muss, um die Schweiz endlich zur Räson zu bringen. Aber nachdem das Land so lange zum Schaden anderer Staaten am Gängelband seiner Grossbanken hing, ist diese deutsche Kronzeugenregelung mehr als verständlich.

Die Schlaumeiereien bürgerlicher Politiker helfen nicht mehr weiter, das Bankgeheimnis ist Geschichte und das ist gut so!


Irrungen und Wirrungen der Schweizer Politik


"Abdankung"



(aus NZZ am Sonntag)

2010-01-25

Paroles de Français

Von RB @ 09:47 [ Politik ]
Ce soir sur TF1, le président de la république will während Stunden auf kritische Journalisten- und Zuschauerfragen antworten um sein angeschlagenes Image aufzubessern und wohl auch um das absehbare Debakel bei den anstehenden Regionalwahlen etwas zu mildern...


"Nicolas Sarkozy répond aux questions de dix Français. Au cours de cette émission spéciale orchestrée par Jean-Pierre Pernaut, le chef de l'Etat évoque, en compagnie de ces quelques citoyens triés sur le volet, les sujets qui agitent les esprits actuellement - crise économique, grippe A, port du voile, privatisation de La Poste, identité nationale, échéance des régionales. L'occasion de donner la parole, au cours d'un rendez-vous retransmis en direct, à des électeurs de tous horizons, qui peuvent aborder les questions qui les préoccupent, les tarabustent ou leurs semblent importantes. L'occasion également pour le Président de dialoguer avec quelques représentants de l'électorat français."


Hier sind schon mal 443 Fragen: Monsieur le président...




Le Monde mardi 26janvier 2010

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